| Die Stadt der Mayas Chichen Itza |
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Unternimmt man eine Reise nach Südamerika, so sind ein wichtiger Kulturmittelpunkt in Mexiko die verlassenen Pyramiden Chichen Itza. Außer diesen Pyramiden haben die Mayas wenige Hinweise auf ihre Kultur hinterlassen. Die Pyramiden wurde im 5. Jahrhundert n. Chr. Erbaut, zur Hochzeit der kulturellen Entwicklung der Mayas. Auf der Spitze der Pyramiden war der Sitz des Herrschers und schräg gegenüber der Tempel der Krieger. Das Militär war für die Mayas eine wichtige Stütze der Macht. Es wurde nicht nur für Kriege eingesetzt, sondern auch für räuberische Überfälle anderer Mayastämme, denn die Mayas waren kein einheitliches Reich, sondern in Gruppen aufgespalten. Die am meisten verehrten Gottheiten der Mayas waren die Schlangen und der Jaguar. Der Jaguartempel in Chichen Itza zeugt von deren Wichtigkeit. Hinter dem Tempel ist der Ballspielplatz, wo die abgehaltenen Ballspiele mit einem Kautschukball sowohl politische als auch religiöse Bedeutung hatten. Ein Spiel dauerte immer so lange, bis eine Mannschaft geschlagen wurde. Die Regeln waren kompliziert und streng. War das Spiel vorbei, musste der unterlegene Mannschaftsführer sich auf dem Spielfeld niederknien, und den Kopf hinhalten, wo dieser abgeschlagen wurde. So zu sterben war eine Ehre. Menschenopfer waren bei den Mayas eine wichtige Opferhandlung, um die Götter zu besänftigen und den Verlauf des Wetters zu beeinflussen. Vor allem Schlangen und Jaguaren, den wichtigsten Göttern, wurden Menschen zum Fraß vorgeworfen.
Im 15. Jahrhundert ging das Volk der Mayas nach einer 4000 Jahre alten Erfolgsgeschichte unter. Warum sie genau untergingen, weiß man bis heute nicht. Ob es an einer Dürrekatastrophe und einer Hungersnot kam mit einem Massensterben oder durch die spanischen Eroberer. 1540 machten die spanischen Eroberer das Volk zu Sklaven, denn die Mayas hatten den Spaniern wenig entgegenzusetzen. Die Spanier blieben 300 Jahre und danach kamen die Mexikaner, die bis heute geblieben sind. Die verbliebenen Mayas leben heute in Elendsvierteln und können kaum lesen oder schreiben.
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